top of page

Auswandern nach Albanien? Mein ehrliches Fazit zu Vlorë

  • René Hope
  • 29. Mai
  • 2 Min. Lesezeit

Vlorë war einer der Orte, auf die ich während meines Neustarts im Balkan besonders gespannt war. Das Meer, die langen Strandpromenaden, die Sonnenuntergänge und dieses lebendige Gefühl einer Stadt direkt an der Küste - all das hatte auf mich zunächst eine starke Anziehungskraft.


Und tatsächlich habe ich viele Momente dort sehr genossen. Spaziergänge am Abend, das Licht über dem Wasser, das Leben zwischen Cafés, Palmen und Menschen aus den unterschiedlichsten Ländern. Gleichzeitig wurde mir mit jedem weiteren Tag klarer, dass genau dieser Teil Albaniens sich gerade extrem schnell verändert.


Überall wird gebaut. Neue Apartmentanlagen entstehen beinahe an jeder freien Stelle entlang der Küste. Teilweise hatte ich das Gefühl, dass selbst die letzten ruhigen Orte nach und nach verschwinden. Vieles wirkt inzwischen stark auf internationale Investoren und wohlhabende Käufer ausgerichtet. Die Preise steigen spürbar - nicht nur bei Immobilien, sondern oft auch im Alltag. Selbst in Supermärkten merkt man inzwischen deutlich, dass sich diese Region verändert.


Für einen Urlaub kann das alles durchaus attraktiv sein. Für mein persönliches Vorhaben jedoch – ein einfacheres, naturnahes und langfristiges Leben aufzubauen - hat sich Vlorë am Ende nicht richtig angefühlt.


Trotzdem verlasse ich diesen Ort nicht mit Ablehnung. Im Gegenteil. Ich bin dankbar für die Zeit dort und für viele freundliche Begegnungen. Albanien gehört weiterhin zu den spannendsten Ländern, die ich bisher kennenlernen durfte. Besonders die Herzlichkeit der Menschen hat mich oft beeindruckt.


Mein Weg führt jetzt weiter in den Norden des Landes. Dort habe ich bereits Orte erlebt, die ruhiger wirken, grüner sind und klimatisch besser zu dem passen, was ich langfristig suche - auch im Hinblick auf Selbstversorgung und einen eigenen Garten.


Vielleicht besteht ein Neustart genau daraus: Nicht nur schöne Orte zu finden, sondern ehrlich genug zu sein, um zu erkennen, welche Orte wirklich zu einem passen - und welche nicht.

bottom of page