
Das schwarze Schaf
- René Hope
- 21. Dez. 2025
- 1 Min. Lesezeit
Ich warte nicht auf Hoffnung.
Ich erinnere mich, wer ich bin.
Ich weiß,
dass wir unsere eigenen Schöpfer sind.
Diese Erkenntnis tröstet nicht -
sie befreit.
Ich akzeptiere es,
das schwarze Schaf zu sein.
Nicht aus Widerstand,
sondern um sichtbar zu machen.
Ja, es hinterlässt Narben,
besonders wenn Ablehnung
von jenen kommt,
die einem nah waren.
Ich trage sie ohne Scham.
Ich übernehme Verantwortung,
wo andere wegsehen.
Ich benenne,
was unausgesprochen bleibt.
Ich gehe diesen Weg im Wissen,
dass meine Ahnen hinter mir stehen -
wach, erinnernd,
tragend in ihrer Präsenz.
Ich bin nicht verloren.
Ich bin platziert.
Ich bin das schwarze Schaf -
und ich weiß, warum.



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